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Zeichen für Familien: Kita-Beiträge bleiben auf niedrigem Niveau

Die Stadt Brandis setzt ihren familienfreundlichen Kurs konsequent fort. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen, die Elternbeiträge für die Kindertageseinrichtungen auch künftig an der untersten Grenze des gesetzlich zulässigen Rahmens zu orientieren. Damit sollen Familien finanziell entlastet und gleichzeitig allen Kindern gute Chancen auf eine hochwertige frühkindliche Bildung ermöglicht werden.

„Familien sind das Fundament unserer Stadt. Sie verdienen verlässliche Betreuungsangebote und eine finanzielle Entlastung, wo immer dies möglich ist“, erklärt Bürgermeister Arno Jesse. „Die seit vielen Jahren familienfreundliche Entscheidung des Stadtrates trägt zugleich den steigenden Belastungen vieler Familien Rechnung. Höhere Lebenshaltungskosten und wachsende Ausgaben stellen zahlreiche Haushalte vor große Herausforderungen. Bezahlbare Kinderbetreuung schafft finanzielle Freiräume und erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Von dieser Entscheidung profitieren nicht nur die Eltern. Kindertageseinrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag zur sprachlichen, sozialen und persönlichen Entwicklung von Kindern. Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für einen erfolgreichen Bildungsweg und stärkt die Chancengleichheit von Anfang an. „Jeder Euro, den wir in Familien und in die frühkindliche Bildung investieren, ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt“, betont Bürgermeister Jesse.

Gleichzeitig ist eine familienfreundliche Gebührenpolitik ein wichtiger Standortfaktor. Attraktive Betreuungsangebote zu fairen Kosten erhöhen die Lebensqualität in Brandis und machen die Stadt insbesondere für junge Familien als Wohn- und Lebensmittelpunkt noch attraktiver.

Dem Stadtrat ist bewusst, dass niedrige Elternbeiträge eine solide und verantwortungsvolle Haushaltsführung voraussetzen. Dennoch überwiegt die Überzeugung, dass die langfristigen Vorteile für Familien, Kinder und die gesamte Stadt diese Entscheidung rechtfertigen.

Mit dem Beschluss des Stadtrates vom 30. Juni 2026 wird zugleich das Verfahren zur Festsetzung der Elternbeiträge modernisiert. Künftig werden die Beiträge nicht mehr als feste Eurobeträge in der Satzung ausgewiesen. Stattdessen werden sie auf Grundlage eines in der Satzung festgelegten prozentualen Anteils der nach § 14 Abs. 2 SächsKitaG jährlich bekannt gemachten durchschnittlichen Betriebskosten berechnet. Die Beitragssätze betragen weiterhin 15 Prozent der durchschnittlichen Betriebskosten für Krippen- und Kindergartenplätze sowie 18 Prozent für Hortplätze und bewegen sich damit am unteren Rand des gesetzlich zulässigen Rahmens.

Die konkrete Höhe der Elternbeiträge ergibt sich künftig aus den jährlich veröffentlichten Betriebskosten, den festgelegten Prozentsätzen, der vereinbarten Betreuungszeit sowie den geltenden Ermäßigungsregelungen. Die Beiträge werden jährlich neu berechnet und öffentlich bekannt gemacht. Eine Änderung der Satzung allein wegen der jährlichen Fortschreibung der Beitragshöhen ist damit künftig nicht mehr erforderlich. „Mit dieser Neuregelung schaffen wir zweierlei: Wir sichern dauerhaft die niedrigstmöglichen Elternbeiträge im gesetzlichen Rahmen, gleichzeitig sorgen wir für ein transparentes, einfaches und zukunftsfestes Verfahren“, so Bürgermeister Arno Jesse.

Foto: Helene Souza_pixelio.de